Filmreihe gegen das Vergessen
16.07.2026
Filmreihe gegen das Vergessen geht in die zweite Runde
Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr setzt der Stadtteilverein Langendreer hat’s! seine Filmreihe „Gegen das Vergessen“ auch 2026 fort. Ziel des Projekts ist es, Jugendliche für die Geschichte des Nationalsozialismus zu sensibilisieren und sie für die Gefahren von Menschenfeindlichkeit, Ausgrenzung und rechtsextremen Ideologien zu stärken.
Neue Partner und vielfältiges Programm
Auf der Suche nach einer finanziellen und fachlichen Unterstützung für die Fortsetzung der Filmreihe führte der Verein Gespräche mit dem Kommunalen Integrationszentrum Bochum. Dort stieß das Projekt auf großes Interesse. Das Integrationszentrum unterstützt die Initiative nicht nur finanziell, sondern bringt sich auch inhaltlich ein. So wurden beispielsweise Filmvorschläge gemacht und ergänzende Informations- und Unterrichtsmaterialien zur Vertiefung der Themen bereitgestellt.
In diesem Jahr beteiligen sich insgesamt zwölf Klassen der Willy-Brandt-Schule und der Nelson-Mandela-Schule sowie der Mansfeldschule. Darüber hinaus nehmen die beiden Offenen Türen der evangelischen Kirchengemeinden in Werne und Langendreer teil. Die Schülerinnen und Schüler konnten aus einer umfangreichen Vorschlagsliste selbst auswählen, welche Filme sie sehen möchten. Dabei entschieden sie sich unter anderem für die „Die Welle“ und „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“. Die Filme werden noch vor den Sommerferien in insgesamt sechs Vorstellungen im endstation.Kino gezeigt.
Erinnerung bewahren – Demokratie stärken
Mit der Filmreihe verfolgt der Stadtteilverein Langendreer hat’s! ein klares Ziel: Jugendliche sollen die Geschichte des Nationalsozialismus nicht nur kennenlernen, sondern auch die Bedeutung demokratischer Werte für die Gegenwart verstehen. Die Erinnerung an die Verbrechen des „Dritten Reiches“ und die Lehren aus dieser Zeit drohen zunehmend zu verblassen. Studien zeigen, dass grundlegende Kenntnisse über den Holocaust in Teilen der Bevölkerung abnehmen. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass rechtsextreme Gruppen und Parteien immer wieder versuchen, die Verbrechen des Nationalsozialismus zu relativieren oder historische Fakten zu verharmlosen.
Der Stadtteilverein zeigt sich daher erfreut über die große Beteiligung und das anhaltende Interesse. Die Verantwortlichen sind überzeugt, dass Erinnerungsarbeit und demokratische Bildung zentrale Voraussetzungen für ein respektvolles und friedliches Miteinander sind. Das Engagement der Jugendlichen macht Mut und zeigt, wie wichtig solche Angebote auch künftig bleiben werden. Denn nur wer die Geschichte kennt, kann den Herausforderungen der Gegenwart mit Wissen, Haltung und Verantwortungsbewusstsein begegnen.