Enthüllung der Stele "Jüdische Kaufleute in Langendreer"
28.09.2015 (17:00)
Enthüllung der vierten Stele im Stationenweg „Jüdisches Leben in Bochum und Wattenscheid“
Jüdische Kaufleute in Langendreer
Der Stelenweg „Jüdisches Leben in Bochum und Wattenscheid“ ist ein bereits vor Jahren entworfenes und mit der Stadt Bochum abgestimmtes Projekt der Evangelischen Stadtakademie, das an authentischen Orten in Bochum und Wattenscheid an die ganze Geschichte des Zusammenlebens von Juden und Christen in unserer Stadt erinnert und bewusst nicht nur an die Ereignisse der Shoa, sondern bewusst an das prosperierende Leben und Wirtschaften, an dem Juden in Bochum maßgebend beteiligt waren. Mit Unterstützung der Stadt Bochum konnte die Evangelische Stadtakademie bereits drei Stelen in der Bochumer Innenstadt aufstellen. Die erste vor der Synagoge auf dem erich-Mendel-Platz zur Erinnerung an Erich Mendel, den letzten Kantor der 1938 von den Nazis verbrannten Bochumer Synagoge, eine zweite an der Ecke Massenbergstraße/Schützenbahn. Sie weist hin auf die erste Synagoge, die erste jüdische Schule und den ersten Jüdischen Friedhof in Bochum. Eine dritte Stele erinnert an der Ecke Goethestraße/Schillerstraße an die jüdischen Bewohner der Goethestraße.
Die vierte Stele - erstmals in einem Stadtteil errichtet -, soll nun am Montag, 28. September um 17 .00 Uhr in Anwesenheit von Bezirksbürgermeisterin Andrea Busche in Langendreer, Alte Bahnhofstraße 174, enthüllt werden. Diese Stele erinnert an die kurze, aber bedeutende jüdische Geschichte im Stadtteil Langendreer. Sie spiegelt die allgemeine Geschichte und die persönlichen Geschichten jüdischer Menschen in Langendreer zwischen 1815 und 1943.